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Adolf Hitler: Die Jahre des Untergangs 1939-1945 Biographie

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Präzision, Quellenfülle und historische Tiefe – Ullrichs Blick auf den Diktator im Untergang hilft. Geschichte verstehen, Gegenwart erkennen, Zukunft sichern.



Meinen Worten aus meiner Rezension des ersten Bandes dieser herausragenden Hitler-Biographie ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen.


Die gleiche klare, präzise und ausnahmslos zielsichere Sprache kommt der inhaltlichen Darstellung zugute. Über 3000 Einzelbelege, die in den Anhängen dokumentiert sind, unterstreichen die Aussagen und Interpretationen Ullrichs.


Nach einer kurzen Einleitung schildert der Autor Kapitel-intrinsisch und insbesondere in späteren Kapiteln auch übergreifend chronologisch von der weiteren Entwicklung Hitlers nach den “Jahren des Aufstiegs”.


Dabei beleuchtet Ullrich insbesondere die von ihm als besonders prägend dargestellten Abschnitte:


1 Die Entfesselung des Zweiten Weltkriegs

2 Polen 1939/40 – Auftakt zum Vernichtungskrieg

3 Entscheidung im Westen?

4 Strategisches Patt

5 Unternehmen »Barbarossa«

6 Kriegswende 1941/42

7 Der Weg in den Holocaust

8 Stalingrad oder Der Kampf ums Öl

9 Totaler Krieg und Volksgemeinschaft

10 In der Defensive

11 Unternehmen »Overlord« und Operation »Bagration«

12 Die Berghof-Gesellschaft im Krieg

13 Der 20. Juli 1944 und seine Folgen

14 Letztes Aufbäumen

15 Der Verfall eines Diktators

16 Die Inszenierung des Untergangs

17 Das Ende im Bunker

18 Hitlers Platz in der Geschichte – eine Bilanz


Die Einordnung Hitlers in die Geschichte am Ende ist insofern noch einmal besonders bemerkenswert, weil Ullrich darin seine eigenen Überlegungen zum Ausdruck bringt, aber auch mit denen anderer Hitler-Biographen wie Kershaw, Bullock und Fest in Beziehung bringt. Ebenso die Übereinstimmungen wie auch die Unterscheidungen zu diesen Autoren - hier wie in der gesamten Biographie - machen deutlich, warum diese Hitler-Biographie wichtig und hilfreich ist, die Vergangenheit besser zu verstehen und für die Zukunft wachsam zu sein.


Fünf von fünf Sternen.



»Der »Fall Hitler« bleibt für alle Zeiten ein warnendes Exempel. Wenn er etwas lehrt, dann dies: Wie rasch eine Demokratie aus den Angeln gehoben werden kann, wenn die politischen Institutionen versagen und die zivilgesellschaftlichen Kräfte zu schwach sind, um der autoritären Versuchung zu begegnen. Und: Wie dünn die Decke ist, welche die Zivilisation von der Barbarei trennt, und wozu Menschen fähig sind, wenn alle rechtsstaatlichen und moralischen Normen außer Kraft gesetzt werden und sie uneingeschränkt über das Leben anderer Menschen verfügen können.«


Ich sorge mich, dass wir genau dies gerade in den USA mit der republikanischen Regierung unter 47 erleben.



Ceterum censeo Putin esse delendam

Originally posted at turing.mailstation.de.

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a year ago