

Herbert macht in Children of Dune das, was Dune-Verfilmungen prinzipiell nicht zeigen können: Er denkt seine eigene Welt politisch zu Ende. Leto II und Ghanima sind nicht die Kinder, sie sind die institutionellen Erben eines Messianismus, dem ihr Vater entkommen wollte und der ihre Mutter zermalmt hat.
Methodisch ist Children of Dune der Band, in dem die Bene-Gesserit-Sprach-Architektur und die Fremen-Religions-Maschine in ihre Eigenlogik kollabieren. Herbert weigert sich, einen Helden anzubieten; stattdessen schreibt er eine Studie der Erbfolge-Toxizität. Die letzten 80 Seiten — Letos Apotheose — sind unter den dichtesten Passagen der ganzen Reihe.
Wer Worldbuilding politisch denkt (nicht ästhetisch), kommt an Herbert nicht vorbei. Auch nach 50 Jahren noch das Maß der Dinge.
Herbert macht in Children of Dune das, was Dune-Verfilmungen prinzipiell nicht zeigen können: Er denkt seine eigene Welt politisch zu Ende. Leto II und Ghanima sind nicht die Kinder, sie sind die institutionellen Erben eines Messianismus, dem ihr Vater entkommen wollte und der ihre Mutter zermalmt hat.
Methodisch ist Children of Dune der Band, in dem die Bene-Gesserit-Sprach-Architektur und die Fremen-Religions-Maschine in ihre Eigenlogik kollabieren. Herbert weigert sich, einen Helden anzubieten; stattdessen schreibt er eine Studie der Erbfolge-Toxizität. Die letzten 80 Seiten — Letos Apotheose — sind unter den dichtesten Passagen der ganzen Reihe.
Wer Worldbuilding politisch denkt (nicht ästhetisch), kommt an Herbert nicht vorbei. Auch nach 50 Jahren noch das Maß der Dinge.