

5 sterne weil ich es philosophisch betrachtet für enorm wichtig in der heutigen zeit betrachte. Ethisch, epistemologisch, als antwort auf die wirrungen der poststrukturalistischen theorien, aber miteinbegreifend deren erfolge!
gleichzeitig ist es aber schon so, dass hier einige sachen als hart erstruggelte errungenschaften erscheinen, die andernorts eigentlich schon lange bekannt und benannt waren: all die aufhebungen der dualismen zwischen natur und kultur und mensch und nicht-mensch, sind nicht nur aus nicht-westlichen und indigenen traditionen bekannt (wenn auch in anderer formulierung!), und werden hier aber nicht rezipiert! - sondern auch schon aus westlichen werken.
So bietet interessanterweise zb schopenhauer schon eine art aufhebung des naiven repräsentationalismus (den barad kritisiert), führt auch für die objekte der vorstellung eine relationale ontologie ein, verflechtet die substanz (bei ihm: den willen) nicht-trivial mit der erkenntnis (vorstellung) usw - also ein bisschen frage ich mich warum da die geschichte der philosophie anscheinend so disparat ist und so viele bereits existierende ideen anscheinend immer wieder nicht aufgegriffen sondern später neu errungen werden müssen? Kommt mir unnötig vor, und in dieser hinsicht scheidet sich die philosophie wohl von der naturwissenschaft, die das zwar auch kennt, aber weniger stark (mein gefühl als studierter physiker)
Nichtsdestotrotz ein total wichtiger beitrag - wo bei schopenhauer zb ganz klar der kontext noch durch vor-psychologische erkenntnostheorie durch kant geprägt ist, und die unterscheidung der welt außen und der welt wie sie in unserem inneren erscheint einen wichtigen diskussionspunkt bez. Der erkenntnistheorie ausmacht, geht es bei barad eben viel mehr um die spannung zwischen sozialer konstruiertheit von wissen und wissensystemen, und den damit verflochtenen materiellen mustern und differenzen.
Außerdem ist barad quantenmechanisch informiert, was mega based und mega wichtig ist! Daran sollten sich mehr leute orientieren - es gibt nicht die eine interpretation der qm, doch alle sind sich einig dass man irgendein feature der klassischen witklichkeit aufgeben muss - sei es lokalität, oder essenzialität, oder bestimmtheit oder was auch immer.
Barad bietet hier mit dem relationalen ansatz einen wichtigen beitrag, und die termini des materiell-diskursiven, der intraaktivität und des agentiellen schnittes sind richtig frisch und anregend.
Zuletzt aber noch ein weiterer blindspot, und hier kann barad vllt doch auch noch was von schopenhauer lernen: barad ist klar in einem a-spirituellem diskurs zu verorten, in dem die innere qualität aller erfahrung absolut garnicht thematisiert wird. Es klafft also eine gewaltige lücke. Die lücke die von schopenhauer zb durch den willen gefüllt wird - bleibt hier ganz unangetastet.
Ich finde das insofern problematisch, da es barad nicht zuletzt um die entwicklung einer ethik geht - und für eine ethik braucht man nicht nur die ganzen verflechtungen als bedingung der verantwortlichkeit, sondern man braucht auch irgendeine qualität, irgendeinen sinn von leid, glück, freiheit oder sonst irgendetwas was unser leben von einem reinen geflecht an relationen heraufhebt zu einem prozess-im-werden der tatsächlich und aus sich heraus MATTERT
5 sterne weil ich es philosophisch betrachtet für enorm wichtig in der heutigen zeit betrachte. Ethisch, epistemologisch, als antwort auf die wirrungen der poststrukturalistischen theorien, aber miteinbegreifend deren erfolge!
gleichzeitig ist es aber schon so, dass hier einige sachen als hart erstruggelte errungenschaften erscheinen, die andernorts eigentlich schon lange bekannt und benannt waren: all die aufhebungen der dualismen zwischen natur und kultur und mensch und nicht-mensch, sind nicht nur aus nicht-westlichen und indigenen traditionen bekannt (wenn auch in anderer formulierung!), und werden hier aber nicht rezipiert! - sondern auch schon aus westlichen werken.
So bietet interessanterweise zb schopenhauer schon eine art aufhebung des naiven repräsentationalismus (den barad kritisiert), führt auch für die objekte der vorstellung eine relationale ontologie ein, verflechtet die substanz (bei ihm: den willen) nicht-trivial mit der erkenntnis (vorstellung) usw - also ein bisschen frage ich mich warum da die geschichte der philosophie anscheinend so disparat ist und so viele bereits existierende ideen anscheinend immer wieder nicht aufgegriffen sondern später neu errungen werden müssen? Kommt mir unnötig vor, und in dieser hinsicht scheidet sich die philosophie wohl von der naturwissenschaft, die das zwar auch kennt, aber weniger stark (mein gefühl als studierter physiker)
Nichtsdestotrotz ein total wichtiger beitrag - wo bei schopenhauer zb ganz klar der kontext noch durch vor-psychologische erkenntnostheorie durch kant geprägt ist, und die unterscheidung der welt außen und der welt wie sie in unserem inneren erscheint einen wichtigen diskussionspunkt bez. Der erkenntnistheorie ausmacht, geht es bei barad eben viel mehr um die spannung zwischen sozialer konstruiertheit von wissen und wissensystemen, und den damit verflochtenen materiellen mustern und differenzen.
Außerdem ist barad quantenmechanisch informiert, was mega based und mega wichtig ist! Daran sollten sich mehr leute orientieren - es gibt nicht die eine interpretation der qm, doch alle sind sich einig dass man irgendein feature der klassischen witklichkeit aufgeben muss - sei es lokalität, oder essenzialität, oder bestimmtheit oder was auch immer.
Barad bietet hier mit dem relationalen ansatz einen wichtigen beitrag, und die termini des materiell-diskursiven, der intraaktivität und des agentiellen schnittes sind richtig frisch und anregend.
Zuletzt aber noch ein weiterer blindspot, und hier kann barad vllt doch auch noch was von schopenhauer lernen: barad ist klar in einem a-spirituellem diskurs zu verorten, in dem die innere qualität aller erfahrung absolut garnicht thematisiert wird. Es klafft also eine gewaltige lücke. Die lücke die von schopenhauer zb durch den willen gefüllt wird - bleibt hier ganz unangetastet.
Ich finde das insofern problematisch, da es barad nicht zuletzt um die entwicklung einer ethik geht - und für eine ethik braucht man nicht nur die ganzen verflechtungen als bedingung der verantwortlichkeit, sondern man braucht auch irgendeine qualität, irgendeinen sinn von leid, glück, freiheit oder sonst irgendetwas was unser leben von einem reinen geflecht an relationen heraufhebt zu einem prozess-im-werden der tatsächlich und aus sich heraus MATTERT

Habs gemocht - es stimmt - das buch ist hochaktuell, man denke nur an die jungs die von musk in amerika in der doge riege eingesetzt wurden, oder halt russland, oder wie überhaupt alle scheinbar demokratischen staaten und europa mehr und mehr oligarchisch autokratische züge zeigen. Aufkommender nationalismus, weiterer tech kapitalismus und fetischismus - alles scheint sich nurnoch drum zu drehen server farmen auszubauen und die verabreitung von information weiter auszubauen und zu beschleunigen.
In einem locker geschrieben text der nicht zu sehr in die tiefe geht sondern sich einfach auf grundsätzliche aussagen beschränkt (ohne zb die wissenschaftliche arbeit zu leisten diese langwierig zu belegen) argumentiert Huxley hier vorallem für einen aufschwung der dezentralisierung, pladiert für die freiwillige kooperation zwischen menschen und dafür diesen mehr handlungs und gestaltungsmacht in deren hände zurück zu geben.
Es ist auch lustig zu sehen wie manche sachen eben damals natürlich grade erst am anfang standen und aber trotzdem schon ihr potential abzeichneten was uns auch noch heute bei ihnen grund zur hoffnung gibt: allen voran erneuerbare energien und deren potential die energieversorgung wieder lokaler und dezentraler zu gestalten.
Blablabla, fands gut und leicht zu lesen, frisch, modern, balanciert , verständnisvoll: kleinigkeiten wie zb dass huxley betont in uns alöen würden diese dunklen boy-gangster seiten wohnen lassen dieses buch für mich aus der masse herausstechen und zeigen den intellekt huxleys, der natürlich gut darin geübt war halbwegs selbstständig zu denken, mescalin sei dank
Habs gemocht - es stimmt - das buch ist hochaktuell, man denke nur an die jungs die von musk in amerika in der doge riege eingesetzt wurden, oder halt russland, oder wie überhaupt alle scheinbar demokratischen staaten und europa mehr und mehr oligarchisch autokratische züge zeigen. Aufkommender nationalismus, weiterer tech kapitalismus und fetischismus - alles scheint sich nurnoch drum zu drehen server farmen auszubauen und die verabreitung von information weiter auszubauen und zu beschleunigen.
In einem locker geschrieben text der nicht zu sehr in die tiefe geht sondern sich einfach auf grundsätzliche aussagen beschränkt (ohne zb die wissenschaftliche arbeit zu leisten diese langwierig zu belegen) argumentiert Huxley hier vorallem für einen aufschwung der dezentralisierung, pladiert für die freiwillige kooperation zwischen menschen und dafür diesen mehr handlungs und gestaltungsmacht in deren hände zurück zu geben.
Es ist auch lustig zu sehen wie manche sachen eben damals natürlich grade erst am anfang standen und aber trotzdem schon ihr potential abzeichneten was uns auch noch heute bei ihnen grund zur hoffnung gibt: allen voran erneuerbare energien und deren potential die energieversorgung wieder lokaler und dezentraler zu gestalten.
Blablabla, fands gut und leicht zu lesen, frisch, modern, balanciert , verständnisvoll: kleinigkeiten wie zb dass huxley betont in uns alöen würden diese dunklen boy-gangster seiten wohnen lassen dieses buch für mich aus der masse herausstechen und zeigen den intellekt huxleys, der natürlich gut darin geübt war halbwegs selbstständig zu denken, mescalin sei dank

Ich bin tatsächlich mit einigen sachen grade zu anfang als die begriffe erklärt werden echt nicht so zufrieden weil ich das gefühl habe da werden so unsauberheiten und unsocherheiten die denke ich aich den öffentlichen diskurs bestimmen und verwirren einfach reproduziert und nicht mal richtog gut richtig gescheit erklärt.
das problem hier: wer nicht schon sehr gewillt ist die inhalte anzunehmen und selbst nichmal nachzulesen oder viele dieser sachen schon "akzeptiert" hat bzw weiß, bekommt hier keine schlagkräftigen argumente die einem das endlich mal gescheit erklären.
es wird bei vielen sachen einfach schon vorrausgesetzt dass man das "glaubt" - wie zb judith butlers aussage dass sex und gender nicht voneinander getrennt werden können. Das wird hier in keiner weise erläutert sondern quasi behauptet und ich finds richtig schade denn für mich ist das einer der interessantesten knackpunkte an dem sich die geister wohl in ihrer ideologie scheiden. Es wäre so wichtig hier bisschen zu erklären warum das nicht einfach abgehobenses akademosches wokes gelaber ist, sondern vernünftige beobachtungen über die natur des geschlechtsbegriffes darstellt.
So ist die zielgruppe halt schon beo dek eh schon allies angesiedelt und es werden halt dinge bedient die allies kennen oder hören wollen.
Das ist ansich nicht schlecht nur hätte ich mir da echt mehr gewünscht bzw denke ich dasses für den fiskurs halt eben voll wichtig wäre mehr echte brücken zu bauen die auch bei den leuten etwas bewegen die nicht schon auf unsrer seite sind sozusagen
Ich bin tatsächlich mit einigen sachen grade zu anfang als die begriffe erklärt werden echt nicht so zufrieden weil ich das gefühl habe da werden so unsauberheiten und unsocherheiten die denke ich aich den öffentlichen diskurs bestimmen und verwirren einfach reproduziert und nicht mal richtog gut richtig gescheit erklärt.
das problem hier: wer nicht schon sehr gewillt ist die inhalte anzunehmen und selbst nichmal nachzulesen oder viele dieser sachen schon "akzeptiert" hat bzw weiß, bekommt hier keine schlagkräftigen argumente die einem das endlich mal gescheit erklären.
es wird bei vielen sachen einfach schon vorrausgesetzt dass man das "glaubt" - wie zb judith butlers aussage dass sex und gender nicht voneinander getrennt werden können. Das wird hier in keiner weise erläutert sondern quasi behauptet und ich finds richtig schade denn für mich ist das einer der interessantesten knackpunkte an dem sich die geister wohl in ihrer ideologie scheiden. Es wäre so wichtig hier bisschen zu erklären warum das nicht einfach abgehobenses akademosches wokes gelaber ist, sondern vernünftige beobachtungen über die natur des geschlechtsbegriffes darstellt.
So ist die zielgruppe halt schon beo dek eh schon allies angesiedelt und es werden halt dinge bedient die allies kennen oder hören wollen.
Das ist ansich nicht schlecht nur hätte ich mir da echt mehr gewünscht bzw denke ich dasses für den fiskurs halt eben voll wichtig wäre mehr echte brücken zu bauen die auch bei den leuten etwas bewegen die nicht schon auf unsrer seite sind sozusagen